2. Funktionsweise
Das Dochtpapier wird auf die Grundplatte gelegt. Die mit Ameisensäure gefüllte Flasche wird kopfüber auf die Grundplatte gesteckt. Die Ameisensäure läuft langsam durch den Tropfeinsatz der Flasche und wird vom Dochtpapier aufgesogen. Vom feuchten Dochtpapier dampft die Ameisensäure in die Stockluft ab. Die Ameisensäurekonzentration in der Stockluft nimmt dabei langsam aber beständig zu. Sobald das Dochtpapier vollgesogen ist, bleibt die Ameisensäurekonzentration in der Beute konstant. Dadurch ermöglicht der Liebig-Dispenser eine gleichmässige und bienenverträgliche Ameisensäurebehandlung, an welche sich die Bienen problemlos gewöhnen.
3. Gebrauchsanweisung
3.1 Sicherer Umgang mit Ameisensäure
Ameisensäure ist stark ätzend. Der Umgang mit ihr erfordert grosse Vorsicht. In jedem Fall Schutzbrille, säurefeste Gummihandschuhe und langärmlige Bekleidung tragen. Spritzer auf die Haut müssen sofort gründlich mit Wasser abgewaschen werden. Wasser bereitstellen! Bei Berührung mit den Augen sind diese gründlich mit Wasser auszuspülen. Sofort einen Arzt konsultieren!
3.2 Füllen der Flasche mit Ameisensäure
Die Flaschen sollten im voraus an einem geeigneten Ort mit Ameisensäure gefüllt werden. Der Tropfeinsatz wird dazu aus der Flaschenöffnung entfernt (evtl. mit kleiner Flachzange). Die erforderliche Menge 85 %-iger Ameisensäure (siehe Tabelle 2) wird mit Hilfe der Füllskala auf der Flasche abgemessen. Anschliessend wird der Tropfeinsatz wieder aufgesteckt. Die Flasche zum Transport mit dem kindersicheren Deckel verschliessen.
3.3 Einstellung der Dochtpapierfl äche zur Regulierung der Verdunstungsmenge
3.3.1 Grundeinstellung
Die erforderliche Verdunstungsmenge der Ameisensäure und die vielfältigen äusseren Einfl ussfaktoren (Art und Grösse der Beute, Aussentemperatur, Sonneneinstrahlung, Bienenvolk) werden durch die Grösse der Dochtpapierfläche reguliert.
Die Grundeinstellung der Dochtpapierfl äche (Tabelle 1, letzte Seite) soll als Leitfaden dienen. Das Dochtpapier kann einfach durch Abreissen von Streifen entlang der Perforierungen verkleinert werden.
3.3.2 Anpassung während der Behandlung
Es wird dringend empfohlen, die tägliche Verdunstungsmenge vor allem in den ersten Behandlungstagen zu notieren und die Verdunstungs-Richtwerte gemäss Tabelle 2 (unten) möglichst einzuhalten.
- Unmittelbar nach dem Einsetzen des Liebig-Dispensers sinkt der Säurespiegel in der Flasche relativ schnell. Deshalb sollte der Anfangspegel zur Kontrolle der Verdunstungsmenge erst nach ca. 1 Stunde abgelesen und notiert werden.
- Unbedingt Wetterprognosen in die Überlegungen mit einbeziehen.
Verdunstungsmenge ist zu hoch:
Die Dochtpapierfl äche durch Abreissen von Streifen entlang der Perforierung verkleinern. Achtung: Falls das Dochtpapier bereits mit Ameisensäure getränkt ist, unbedingt Sicherheitsmassnahmen (Kapitel .1) beachten!
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